Variation des réserves
Es gibt mehrere Arten, wie Wasser in einem Gebiet gespeichert werden kann. Wenn die Temperaturen unter dem Nullpunkt liegen, bleibt der Niederschlag vorübergehend als Schnee liegen. Bleiben die Temperaturen tief, wird das Wasser in der Schneedecke gespeichert. Im Winter nimmt die gespeicherte Wassermenge also zu, während im Frühling die Speicher wieder abnehmen und der Schnee schmilzt und über das Gewässernetz abfliesst.
Wenn der Schnee den Sommer über liegen bleibt und die Schmelzsaison übersteht, können sich Gletscher bilden. Diese können Wasser über mehrere Jahre bis mehrere hundert Jahre lang speichern. Durch den Klimawandel schmelzen die Gletscher jedes Jahr mehr ab, als sie im Winter wachsen. Die total gespeicherte Wassermenge nimmt also immer mehr ab.
Auch die Böden und das Grundwasser nehmen nach einem Niederschlag Wasser auf. Dieses speichern sie kurzzeitig und geben es nach und nach wieder ab. Dies ist besonders wichtig, wenn bei einem starken Regenereignis ein Teil des Wassers nicht sofort abfliesst, und damit die Abflussspitze weniger hoch ist. Eine ähnliche Wirkung haben auch Seen, die bei Hochwasser nur sehr langsam ansteigen, Wasser speichern, und dieses nach und nach wieder abgeben.
Mit künstlichen Wasserspeichern in Form von Speicherseen nimmt auch der Mensch Einfluss auf die Speicheränderung. Damit erreichen wir, dass Wasser dann gespeichert wird, wenn viel vorhanden ist (zum Beispiel bei Regenfällen oder während der Schmelzperiode) und wir die Speicher leeren können, wenn wir das Wasser benötigen (zum Beispiel zur Stromproduktion oder für die Bewässerung).
Für die langfristige Speicheränderung, die für den langjährigen Wasserhaushalt wichtig ist, sind also vor allem die Gletscher verantwortlich. Die anderen Speicher gleichen sich über die Jahre aus.
Referenzen und weiterführende Literatur
November 2025, Basil Stocker, auf Basis des Berichts Wasser in der Schweiz – ein Überblick


