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Verdunstung

Verdunstung bezeichnet den Prozess, bei dem flüssiges Wasser von der Erdoberfläche in die Luft übergeht. Damit ist sie eine existenzielle Basis des Wasserkreislaufs. Es wird zwischen Evaporation (die Verdunstung von Oberflächen) und Transpiration (der Ausstoss von Wasserdampf durch Pflanzen im Rahmen der Photosynthese) unterschieden, die unter dem Begriff Evapotranspiration zusammengefasst werden.

Bei der Verdunstung wird durch die Energie der Sonne flüssiges Wasser in Wasserdampf umgewandelt, welcher in die Atmosphäre entweicht. Die eingehende Sonnenenergie, die die Temperatur erhöht, ist also der wichtigste Parameter. Auch viel Wind, welcher den entstehenden Wasserdampf wegträgt, trägt zu einer höheren Verdunstung bei. Diese Faktoren tragen zur potentiellen Verdunstung bei. Sie gibt an, wie viel Wasser unter den gegebenen Bedingungen verdunsten kann. Sie nimmt mit der Höhe ab.

Damit Wasser verdunstet werden kann, muss dieses aber auch verfügbar sein. Wenn nach ein paar Wochen Trockenheit die Böden ausgetrocknet sind, können die Bedingungen noch so ideal sein – es verdunstet kein Wasser mehr. Die reale Verdunstung (auch tatsächliche oder veraltet aktuelle Verdunstung) gibt an, wie viel Wasser tatsächlich verdunstet. Sie hängt sowohl von der potentiellen Verdunstung als auch vom momentan verfügbaren Wasser ab. Ausser über Seen, wo immer Wasser verfügbar ist, fällt die reale Verdunstung also stets geringer aus als die potentielle.

Budyko-Diagramm für Schweizer Einzugsgebiete
Budyko-Diagramm für Schweizer Einzugsgebiete
Budyko-Diagramm für Schweizer EinzugsgebieteImage : Basil Stocker
Image : Basil Stocker

Aus dem Verhältnis aus Niederschlag, realer und potentieller Verdunstung lässt sich viel über das Wasserdargebot einer Region aussagen. Dies lässt sich anhand des Budyko-Diagramm, benannt nach dem russischen Klimatologen Michail Budyko, zeigen. Verglichen werden der Anteil des Niederschlags, der verdunstet (Verdunstungsindex) mit dem Anteil, der potentiell verdunsten könnte (Trockenheitsindex). Gebiete mit einem Trockenheitsindex < 1 werden als humid bezeichnet. Wenn durch hohe Temperaturen mehr Wasser verdunsten könnte, als überhaupt als Niederschlag fällt, steigt der Wert auf über 1. Ein Gebiet ist arid und leidet potentiell unter Wasserknappheit.

Alle Regionen der Schweiz sind über das ganze Jahr gesehen humid (Siehe Abbildung). Gewisse Regionen im Wallis – aber auch im Mittelland und im Jura – überschreiten aber in den Sommermonaten diese Grenze. Dort sind die Wasserressourcen also zeitweise angespannt.

Diese Analyse sagt aber noch nichts über den Wasserverbrauch aus. Auch in humiden Gebieten können die Ressourcen durch übermässige Wassernutzung an Grenzen stossen.

Pflanzen sind für ihren Wachstum auf Wasser für die Transpiration angewiesen. Sie leiden also darunter, wenn über längere Zeit die Böden austrocknen und zu wenig Wasser für die Verdunstung zur Verfügung steht.


Referenzen und weiterführende Literatur

November 2025, Basil Stocker, auf Basis des Berichts Wasser in der Schweiz – ein Überblick

Hydrologische Kommission der Schweiz (CHy): Verdunstung. In: Wasser erklärt. https://naturwissenschaften.ch/water-explained, SCNAT (hrsg.), [abgerufen am DD.MM.YYYY]