Faire des expériences sur des animaux, est-ce moral? Dans ce portail thématique, des chercheurs de la Société suisse pour l'étude des animaux de laboratoire donnent leurs réponses à des questions fréquentes.

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In dieser Zukunft will ich leben

ProClim Flash 77

Selbstfahrende Elektroautos, begrünte Städte oder ein leckeres Schnitzel aus dem Labor? Wie sieht die Schweiz im Jahr 2050 aus? Am K3 Kongress zu Klimakommunikation 2022 wurden diese Fragen diskutiert, welche ProClim nun mit dem Projekt «Zukunftsbilder Netto Null» zu beantworten versucht.

Die Neurowissenschaftlerin Maren Urner erläuterte am K3 Kongress zu Klimakommunikation, wieso uns klimafreundliches Handeln oft so schwer fällt. Foto: F. Biedermann
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Eigentlich wissen wir alle: Die Schweiz soll von Erdöl, Gas und anderen fossilen Energieträgern unabhängig werden. Schweizerinnen und Schweizer zählen den Klimawandel gemäss neuesten Umfragen zu den drängendsten Themen. Und trotzdem bleiben unsere guten Vorsätze zu klimafreundlichem Handeln allzu oft auf der Strecke. Warum? Es liegt an unserem Steinzeitgehirn, wie die Neurowissenschaftlerin und Medienpsychologin Maren Urner am K3 Kongress zu Klimakommunikation ausführte.

Um unser Überleben zu sichern, ist unser Gehirn seit jeher darauf getrimmt, Gefahren früh zu erkennen und zu vermeiden. Es reagiert besonders stark auf negative Reize, wie sie in den Schlagzeilen zum Klimawandel vorherrschen. Ob Hitze- oder Flutwelle – gepaart mit anderen globalen Krisen – machen diese Botschaften Angst und verunsichern. Angst und Unsicherheit sind jedoch schlechte Ratgeber. Sie führen dazu, dass wir Entscheidungen aufgrund von Gewohnheiten und Erfahrungen treffen. Wir verharren in erlernter Hilflosigkeit, das vernünftige «Wir sollten doch…» tritt in den Hintergrund.

Was also tun, wenn die Fakten nicht ausreichen? Der Umweltsoziologe Fritz Reusswig betonte am K3 Kongress, dass es Geschichten des Gelingens brauche, in denen Menschen sich wiederfinden und selber als wirksam vorkommen. Um unser Steinzeithirn zu überlisten, sollten solche Geschichten laut Maren Urner nicht auf das Wogegen, sondern auf das Wofür fokussieren. Nicht gegen fossile Energieträger soll man beispielsweise kämpfen, sondern sich für eine lebenswerte klimaneutrale Welt engagieren.

Aus diesem Grund hat ProClim das Projekt «Zukunftsbilder Netto Null» ins Leben gerufen, bei dem solche Geschichten kreiert werden. Die in der Gesellschaft vorherrschenden Werte und Lebensformen führen dabei zu unterschiedlichen Zukunftsvorstellungen. In partizipativen Workshops wollen wir die verschiedenen Bedürfnisse und Ideen erfassen. Wir fragen gezielt, welche Visionen auf ein positives Echo stossen und wie mögliche Bedenken überwunden werden können. Reicht ein besser ausgebautes und flexibleres ÖV-Netz aus, um dem Mobilitätsbedürfnis in Randgebieten nachzukommen? Treffen Sie Ihre Nachbarin im Quartiertreff zum gemeinsamen Mittagessen, wenn beide künftig im Homeoffice arbeiten, um keine langen Pendelstrecken auf sich nehmen zu müssen?

Die Zukunftsbilder sollen Emotionen wecken und sowohl an bestehende Werte anknüpfen als auch visionäres Denken zulassen.

Die Neurowissenschaftlerin Maren Urner erläuterte am K3 Kongress zu Klimakommunikation, wieso uns klimafreundliches Handeln oft so schwer fällt. Foto: F. Biedermann
Die Neurowissenschaftlerin Maren Urner erläuterte am K3 Kongress zu Klimakommunikation, wieso uns klimafreundliches Handeln oft so schwer fällt. Foto: F. BiedermannImage : Florian Biedermann

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