• 2018
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  • Société des sciences naturelles de Berne

Fernerkundung, geophysikalische Prospektion und Ausgrabungen am Sirkeli Höyük (TR)

Die Wiederentdeckung des antiken Kummanni/Kisuatni

Fernerkundung, geophysikalische Prospektion und Ausgrabungen am Sirkeli Höyük
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Fernerkundung, geophysikalische Prospektion und Ausgrabungen am Sirkeli Höyük
Fernerkundung, geophysikalische Prospektion und Ausgrabungen am Sirkeli Höyük (Image: NGB)

Graben oder nicht graben? Das ist oft die Frage! Die Entscheidung müssen Archäologen aber nicht dem Zufall überlassen. Geophysikalische Prospektionen und die Fernerkundung erlauben sehr weit gehende Einsichten in den Untergrund, bevor die erste Schaufel Erdreich bewegt wird. Die dadurch gewonnenen digitalen Daten bilden die ideale Grundlage, um einen antiken Fundort durch gezieltes Anlegen von Grabungsschnitten möglichst detailliert zu erkunden.

Die Ruinenstätte des Sirkeli Höyük liegt ca. 40 km östlich von Adana, im Ebenen Kilikien (südöstliche Türkei). Sie erstreckt sich am Ufer des Flusses Ceyhan (antik: Pyramos) auf einem spornartigen Ausläufer der Misis-Berge. Die antike Siedlung, welche knapp westlich des modernen Dorfes Sirkeli Köy liegt, gliedert sich in einen etwa 350 × 300 m grossen Ruinenhügel (türk. «Höyük»), der in einen Haupthügel und ein nach Norden vorgelagertes Plateau unterteilt ist, eine ausgedehnte Unterstadt im Südosten und Süden, eine Nekropole auf einer Hügelkuppe im Südwesten sowie eine Vorstadt auf der gegenüberliegenden nördlichen Flussseite.

Seit 2006 untersucht ein seit 2011 an der Universität Bern beheimatetes und seit 2012 vom Schweizerischen Nationalfonds gefördertes Projekt unter der gemeinschaftlichen Leitung von Mirko Novák (Bern) und Ekin Kozal (Çanakkale) bzw. seit 2014 Deniz Yaşin Meier (Bern) den Fundort. Die bisherigen Resultate des aktuellen Forschungsprojekts zeigen, wie sich konventionelle und nicht-invasive Methoden bei der Erforschung antiker Siedlungen ergänzen können.

Autoren: Alexander E. Sollee, Susanne Rutishauser, Christian Hübner, Birthe Hemeier, Mirko Novák

Pages : 112-135

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