• 16.09.2019
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Welches Wissen brauchen wir?

NZZ am Sonntag: Interview mit KFPE Präsident Thomas Breu
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NZZ am Sonntag: Interview mit KFPE Präsident Thomas Breu
NZZ am Sonntag: Interview mit KFPE Präsident Thomas Breu

Die Wissenschaft muss sich umorientieren. Um die vielschichtigen globalen Herausforderungen anzugehen, braucht es sowohl wissenschaftliche Gewissheit als auch einen gesellschaftlichen Konsens - ob wir zum Beispiel eine Energiewende wollen und wie wir diese gestalten, sagt KFPE Präsident Thomas Breu im Interview mit der NZZ am Sonntag.

"...wir brauchen in der Nachhaltigkeitsforschung Gefässe, in der politisch und gesellschaftlich relevante Fragen in der notwendigen Tiefe und Breite bearbeitet werden können."

Zur Nachhaltigkeitsforschung:

"Die EU plant, im nächsten Rahmenprogramm 50 Milliarden Euro für Forschung im Kontext der Agenda 2030 einzusetzen. Da entsteht ein neuer Wissensmarkt, und es ist nicht klar, ob die Schweiz daran teilnehmen kann. Initiativen auf Länderebene laufen in Grossbritannien und Holland, hinzu kommen private Geldgeber, bei denen sich grosse private Stiftungen zusammenschliessen. Der Zug fährt an, leider steht die Schweiz abseits."

Zur Entwicklungspolitik:

"Seit kurzem investieren Forschungsnationen im Norden in den Aufbau von Wissenschaftskapazitäten im Weltsüden. Im eigenen Interesse und als wesentlicher Pfeiler der künftigen Entwicklungspolitik sollte sich die Schweiz daran unbedingt beteiligen."

Zur Bedeutung von Forschungspartnerschaften:

"Eine Wissenschaftskultur aufzubauen, ist anstrengend, aber der beste und effizienteste Weg dazu ist die Forschungszusammenarbeit zwischen Nord und Süd. Wir sollten deshalb die Wissenskapazitäten über das Mittel der Forschungspartnerschaften massiv erhöhen - in einer globalen Offensive."

Zum Interview in der NZZ am Sonntag

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