• 2015
  • Compte-rendu du congrès

Tagungsbericht "Neue Verfahren in der Pflanzenzüchtung - Nutzen und Herausforderungen"

Bericht zur Séance de Réflexion vom 27. Januar 2015 in Bern

Tagungsbericht Neue Verfahren in der Pflanzenzüchtung
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Tagungsbericht Neue Verfahren in der Pflanzenzüchtung
Tagungsbericht Neue Verfahren in der Pflanzenzüchtung

An der Tagung referierten Bruno Studer (ETH Zürich), Jochen Kumlehn (IPK Gatersleben), Viola Spamer / Patricia Ahl Goy (Syngenta), Joachim Schiemann (JKI Quedlinburg), Helmut Gaugitsch (Umweltbundesamt Österreich) und Christoph Errass (Universität St. Gallen) über das Potential und die wichtigsten Fragen zum Umgang mit den neuen Methoden in der Pflanzenzüchtung .

In der Pflanzenzüchtung wurden in den letzten hundert Jahren gewaltige Fortschritte erzielt. Dank verbesserten Sorten und Hybridzüchtung gelang es, die Erträge und Qualität der Ernten erheblich zu steigern. Die letzte grosse agronomische Innovation waren gentechnisch veränderte (GV) Pflanzen, die seit Mitte der 1990er-Jahre in immer mehr Ländern und auf immer grösseren Flächen angebaut werden. Mangels Akzeptanz in der Bevölkerung und geeigneter Produkte werden in der Schweizer Landwirtschaft jedoch bis heute keine GV-Pflanzen angebaut. Ein 2005 eingeführtes und ursprünglich auf 5 Jahre befristetes Moratorium für den Anbau von GV-Pflanzen wurde bereits zwei Mal bis aktuell 2017 verlängert. Eine Motion für eine weitere Verlängerung wurde bereits eingereicht.

In der Zwischenzeit wurden neue, auf Gentechnik beruhende Züchtungsverfahren entwickelt, die eine eindeutige Unterscheidung zwischen konventionellen und GV-Pflanzen zunehmend erschweren. So lassen sich beispielsweise bei gewissen Verfahren die Veränderungen im Erbgut später nicht mehr als gezielt eingebracht nachweisen, da Pflanzen entstehen, die sich theoretisch auch zufällig und ohne menschliches Zutun oder mit konventioneller Züchtung hätten herausbilden können. In naher Zukunft braucht es daher einen politischen Entscheid, wie in der Schweiz mit diesen neuen Verfahren und den daraus resultierenden Produkten umgegangen werden soll.

Daher zielte die am 27. Januar 2015 vom Forum Genforschung der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz an der UniS in Bern durchgeführte Séance de Réflexion darauf ab, einen Überblick über den aktuellen Stand der Pflanzenforschung und die neuen Verfahren zu geben. Moderiert von der Wissenschaftsjournalistin Odette Frey diskutierten Fachleute dabei auch über Potenzial, Sicherheit und Regulierung dieser Verfahren. Der vorliegende Bericht fasst die Erkenntnisse aus der Tagung zusammen. Die Gliederung orientiert sich dabei an den einzelnen Referaten, die Reihenfolge wurde jedoch leicht verändert. Der letzte Teil gibt die Podiumsdiskussion und die Beiträge aus dem Publikum wieder.

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Génie génétique vert

Le „génie génétique vert“ englobe les techniques génétiques utilisées dans la sélection végétale depuis les années 1980. Dès le milieu des années 1990, des plantes génétiquement modifiées furent cultivées et commercialisées. Mais l’utilisation de cette technologie soulève de nombreuses questions: Ces plantes sont-elles sûres? Quels pourraient être leurs avantages? Quelles réglementations sont nécessaires? Ce portail thématique offre un aperçu sur les conclusions scientifiques et les questions ouvertes.